Gebärmutterhalskrebs

 

Gebaermutterhalskrebs

 

Der Gebärmutterhalskrebs wird auch Cervixkarzinom oder Kollumkarzinom genannt.

 
Symptome

Leider treten Anfangs gar keine Symptome auf. Erst im Endstadium kommt es zu Schmierblutungen, besonders nach Sexualkontakt.

 

Epidemiologie (Vorkommen in der Bevölkerung)

Dieser Krebs ist weltweit der zweithäufigste Krebs der Frau. Es erkranken jährlich ca. 500.000 Frauen neu. Dies sind ungefähr zwischen 5 - 45 Frauen pro 100.000 Einwohner. Weltweit die höchste Gebärmutterhalskrebsrate hat Brasilien, die niedrigste Israel. Deutschland liegt bei zirka 13 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Der Altersgipfel der Erkrankung ist zwischen dem 28. und 45. Lebensjahr.

 

Ursachen für Gebärmutterhalskrebs

Ursache für die Entstehung des Gebärmutterhalskrebs ist die Infektion mit einem Virus. Dieses Virus nennt man HPV (Human Papillomavirus). Momentan sind weit über 160 verschiedene Typen bekannt. Gebärmutterhalskrebs wird aber hauptsächlich durch die Hochrisikotypen HPV-Typ 16 und HPV-Typ 18 verursacht. Die Viren befallen die Schleimhäute, indem sie sich in das Erbgut der Schleimhautzelle einbauen. Durch diese dauerhafte nun kranke Aktivität des Virus verursachen sie bösartige Veränderungen.

 

Übertragungsweg

HPV wird meistens sexuell übertragen. Aber auch durch Immunschwäche ist eine Infektion möglich. Die Übertragung erfolgt über Haut-, Schleimhautkontakt oder Schmierinfektionen. Kondome bieten keinen 100% Schutz gegen eine HPV – Infektion. 80% der sexuell aktiven Bevölkerung erkranken im Laufe ihres Lebens an einer HPV -Infektion, welche jedoch nach zirka 2 Jahren völlig ausheilt. Bei nur etwa 5 Prozent entwickelt sich eine chronische Infektion, welche in einen Gebärmutterhalskrebs übergeht.

 

Risikofaktoren

Schlaf

Zu wenig Schlaf und Ruhephasen für den Körper. Das erforderliche Minimum sind zirka 6-8 Std. Schlaf täglich. Einmal pro Woche sollte ein Ruhetag eingelegt werden.


Stress

Dauerstress beeinflusst unser Immunsystem negativ. Die Abwehr lässt nach. Auch Ängste bewirken ähnliche Veränderungen.


Schlechte Ernährung

Dazu zählen wir das Überangebot an Kohlenhydraten, die zu Stoffwechselstörungen in unserem Systems führen. Es kommt zu Gewichtzunahme und Ausbildung des Speckgürtels. Unsere Ernährung sollte reich an Gemüse, Salaten und Eiweißen (Fisch, Fleisch) sein. Ebenso ist eine ausreichende Gabe an Vitaminen notwendig. Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Brot, Reis und Nudeln sollten nur bis maximal 17 Uhr verzehrt werden.


Rauchen und Passivrauchen

Abbauprodukte von Tabakrauch sind bei Raucherinnen in viel höherer Konzentration am Muttermund nachweisbar. Dadurch können die Viren leichter in die Schleimhautzelle eindringen.


Immunschwäche

Ist das Immunsystem geschwächt, steigt das Risiko an einer Infektionskrankheit zu erkranken, auch an einer HPV- Virus – Infektion.


Mangelnde Hygiene

Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern.


Genetische Veranlagung

Sehr wahrscheinlich gibt es angeborene Immunsystemschwächen, so dass das Immunsystem das Virus nicht ausreichend bekämpfen kann.

 

Diagnose

Die Diagnose wird durch einen Abstrich bzw. eine Gewebeprobe und Betrachtung des Muttermundes (Kolposkopie) gesichert. 
Die Kolposkopie ist eine Untersuchungsmethode, die den Gebärmutterhals mit einem speziellen Mikroskop unter optimaler Beleuchtung mit Vergrößerung betrachtet. Hier können bereits frühzeitig, mit speziellen Färbemethoden, der Muttermund auf krebsartige Vorstufen untersucht werden.

Der Nachweis von Krebsvorstufen (Dysplasien) ist mittels der Abstrichuntersuchung möglich. Aus diesem Grund wird eine jährliche Vorsorgeuntersuchung empfohlen. Die so gewonnenen Zellen werden zur Sichtbarmachung angefärbt.

 

Therapie des Gebärmutterhalskrebses

Entfernung der gesamten Gebärmutter inklusive des bindegewebigen Halteapparats (Scheidenmanschette und umliegende Lymphknoten). Diese Operation nennt man Wertheim Radikal Operation. Manchmal ist zusätzlich eine Strahlentherapie und Chemotherapie erforderlich.

 

Krebsnachsorge

Die konsequent durchgeführte Nachsorge ist wichtig. Während der ersten fünf Jahre alle drei Monate, dann halbjährlich.

 

Prophylaxe

Seit einigen Jahren gibt es eine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Diese ist für alle Mädchen bis zum vollendeten 17. Lebensjahr kostenlos. Auch ältere Frauen können sich noch Impfen lassen (bis zum 55. Lebensjahr). Die Impfung muss vor Infektion mit HPV Viren erfolgen.