Gynäkologische Vorsorge

 

Gynakologische Vorsorge - glückliches Paar

 

 

Die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung dient dazu, Erkrankungen wie Brustkrebs und Gebärmutterkrebs frühzeitig zu erkennen. Krebsfrüherkennung ist lebenswichtig. Denn je früher diese Erkrankungen erkannt werden, desto besser sind die Heilungschancen. Daher sollte jede Frau ab 20 Jahren einmal jährlich eine Vorsorgeuntersuchung machen lassen.

Auch jüngere Frauen sollten ihren Frauenarzt aufsuchen, wenn sie

  • sich über die Pille oder andere Verhütungsmethoden informieren oder diese verschreiben lassen wollen,
  • bis zum 16. Lebensjahr noch keine Regelblutung erfolgte,
  • starke Unterleib- oder Regelschmerzen auftreten und ein übelriechender Ausfluss beobachtet wird.

Die folgenden Vorsorgeuntersuchungen werden von der Krankenkasse erstattet:

  • Vom Beginn des 20. Lebensjahres an die Spiegeleinstellung des Muttermundes, die Entnahme und Fixierung von Untersuchungsmaterial (Zytotest) von der Muttermundoberfläche und aus dem Muttermundkanal sowie die bimanuelle gynäkologische Untersuchung;
  • Zusätzlich erfolgt mit Beginn des 30. Lebensjahres die Abtastung der Brustdrüsen und der regionären Lymphknoten;
  • Ab dem 50. Lebensjahr gehören noch die digitale Untersuchung des Enddarmes sowie ein Schnelltest auf verstecktes Blut im Stuhl dazu.
  • Mit Erreichen des 55. Lebensjahres kann eine Darmspiegelung (Kolposkopie) durchgeführt werden.
  • Ab dem 50. Lebensjahr bis zum 69. Lebensjahr findet das Mammographie - Screening Programm statt. Jede Frau in dieser Altersgruppe wird alle 2 Jahre persönlich zur Mammographie eingeladen.

Es bestehen noch weitere Früherkennungsmaßnahmen, die jedoch nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Es handelt sich also um Privatleistungen. Diese nennt man in den Arztpraxen "Igel-Leistungen" (Individuelle Gesundheitsleistungen). Diese werden im folgenden aufgezählt.

 

Mammasonographie

Bei der Mammasonographie handelt es sich um eine Ultraschalluntersuchung der Brust. Diese kann Hinweise auf Anomalien geben und somit als Krebsfrüherkennungsmaßnahme dienen.

 
Videokolposkopie

Mit Hilfe der Videokolposkopie kann der Muttermund auf Veränderungen untersucht werden.

 
HPV-Diagnostik

Humane Papillomaviren (HPV) gehören zu den häufigsten Verursachern von Infektionen im Genitalbereich und werden sexuell übertragen. Bestimmen Typen dieser Viren spielen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses und seiner Vorstufen.

 

Nahezu 30% aller Frauen werden im Laufe ihres Lebens infiziert. Die Infektion löst häufig keine Beschwerden aus.

 

Der HPV-Test erfolgt durch einen Abstrich vom Gebärmutterhals und wird mittels DNA-Technologie ausgewertet. So kann noch vor dem Eintritt krankhafter Zellveränderungen festgestellt werden, ob ein Risiko besteht. Erkrankungen können so in einem besonders frühen Stadium erkannt und behandelt werden. Zusammen mit dem zytologischen Abstrich erhöht sich so die Chance für eine bestmögliche Krebsfrüherkennung und damit erfolgreiche Behandlung ganz wesentlich. 

 

 

Thin Prep

Es handelt sich hierbei um eine Technik, bei der die Zellen des Krebsabstriches derart aufbereitet werden, daß der beurteilende Zytologe einen sauberen Abstrich in einlagiger Zellschicht ohne Verunreinigungen von Blut, Schleim oder Entzündungszellen begutachten kann (Monolayer, Dünschichttechnik).

Die ThinPrep-Technik wird mit speziellen, bürstenartigen Abstrichgeräten auf weichem Kunststoff zunächst in ein Spülmedium gegeben, welches ein Maximum an Zellen vom Entnahmegerät abspült. Anschließend werden im Labor Verunreinigungen wie Blut, Schleim oder Entzündungszellen herausgewaschen und nun die verbliebenen "sauberen" Zellen einschichtig ohne jegliche Überlagerung auf den Objektträger gebracht. Nun erfolgt die Standardfärbung der aufbereiteten Abstrichpräparate. Dieser technische Kunstgriff ermöglicht die exakte Beurteilung Ihres Krebsabstriches in hervorragender Qualität. Der ThinPrep Pap Test ist die erste wirkliche Verbesserung des Krebsabstriches seit seiner Einführung vor 50 Jahren. Außerdem können noch andere Untersuchungen am Präparat durchgeführt werden.

 

 

Gebärmutterschleimhautkrebs

Hierfür ist der vaginale Ultraschall hervorragend geeignet. Durch diese Technik kann der Schleimhautdurchmesser, seine Struktur und seine Durchblutung begutachtet werden.

 

 

Mammacare

Dies ist ein Abendkurs, bei dem man selbständig das Brustabtasten erlernt. Es werden anatomische und physiologische Grundlagen vermittelt und praktisch umgesetzt.

 

Ovarialscreening – Suche nach dem „silent killer“

Der Eierstockkrebs entwickelt sich sehr häufig symptomlos und wird oft erst in einem unheilbaren späten Stadium entdeckt. Er weist unter allen gynäkologischen Krebsarten die höchste Sterberate auf. Durch Blutentnahme und vaginalen Ultraschall kann eine Vorhersage mit einer Sensitivität von 85% gegeben werden.

 
Muttermundkrebs  - Fotokolposkopie

Mit Hilfe der Fotokolposkopie kann der Muttermund auf Veränderungen untersucht werden.

 

Analkarzinom

Bei der Entstehung des Analkarzinoms ist der HP - Virus beteiligt. Durch Identifikation mittels PCR-Test (Abstrichtest) können auch in diesem Bereich Viren entdeckt und gegebenenfalls behandelt werden.

 

Darmkrebs

Modernste und verbesserte Darmkrebstests werden in unserer Praxis verwendet. So wird eine Sicherheit von über 90% erreicht.

 

Harnblasenkrebstest

Mittels einer Urinuntersuchung können Krebszellen erkannt werden.